Tipps für die Hitzewelle
Letztens bemerkte jemand, dass er während der Hitzeperiode in Deutschland öfters mal den Ausspruch gehört hätte, das sei ja hier heißer als in der Südsee. Was sich lustig anhört, könnte eine ganz schöne Portion Wahrheit bergen. Denn während es an der See durch den Wind immer ein bisschen kühl bleibt, ist es im Inland schon mal drückend heiß.
Breitengrade unwichtig?
Natürlich liegt die Südsee in klimatisch grundsätzlich wärmeren Gefilden, aber wer weiß schon, ob das in Zeiten von Erderwärmung und Klimawechsel in ein paar Jahren noch einen großen Unterschied macht. Für uns Reiselustige ist das natürlich toll, kein Klimaschock mehr, wenn es überall gleich heiß wird. Nur für Freunde kühlerer Temperaturen muss die Reise dann etwas weiter gehen, vielleicht sogar bis in die Polarregionen. Bisher streiten sich die Experten noch über Ausmaß und Auswirkungen des Klimawechsels aber eins steht fest, der Sommer war so heiß wie nie zuvor.
Meteorologen meldeten einen Hitzerekord nach dem anderen, Strände und Badeseen waren regelmäßig völlig überfüllt und wer konnte, blieb im Schatten und setzte sich auch vor allen Dingen nicht ins Auto oder gar anstrengenden Tätigkeiten aus. Nein, die Breitengrade haben zum Glück noch eine Bedeutung für die Wärme einer Region und so hatten dieses Jahr ganz klar diejenigen den Trumpf gezogen, die schon von Anfang an einen Skandinavienurlaub geplant hatten, sich die grüne Insel Irland anschauen wollten, oder gleich ganz weit weg in eine andere Klimazone gereist waren. So wie die WM Besucher in Südafrika, wobei die es wahrscheinlich fast schon wieder gerne etwas wärmer gehabt hätten.
Glücklich wer am Pool lag
Dabei hatten diejenigen, die sich nur mit zu viel des Guten, namentlich zu viel Hitze und zu viel Sonnenschein, herumschlagen mussten, während sie ihren Jahresurlaub abfeierten, das geringste Problem. Da musste man sich halt nah am Wasser aufhalten, ein bis zwei Flaschen Wasser mehr trinken und ab und zu in den Keller gehen, wo es schön kühl war. Doch wer im Büro saß, wird sich wohl im nächsten Jahr nicht mehr ohne Klimaanlage an den Arbeitsplatz locken lassen. Das war einfach zu hart. Bei jeder Bewegung ein Schweißausbruch, die Fenster völlig abgedunkelt und jede Sekunde bis zur kalten Dusche nach der Arbeit zählend fristeten tausende von Arbeitnehmern ihre Existenz in den heißen Wochen dieses Sommers. Und selbst wenn man sich durch einen simplen Ventilator Abhilfe verschaffen wollte, brachte der auch nicht die gewünschte Kühle sondern pustete und quirlte vielmehr die heiße Luft von links nach rechts.
