Mobile Kommunikation im Globetrott

Neue Bekanntschaften sind das Salz in der Suppe aller Reisenden, die sich Hals über Kopf vom doppelten Boden des Alltags lösen und den Sprung ins große Unbekannte wagen. Die Verbindungen nach Hause reißen derweil nicht ab. Inzwischen scheint es für uns selbstverständlich, ad-hoc und überall mobil, erreichbar und ansprechbar zu sein. Handy, Internet und Smartphones sind unsere ständigen Begleiter, doch deren Kosten behalten wir dabei besser im Auge.

Fürs Geschäft

Bei kurzen Geschäftsreisen sorgt in der Regel die programmierte Telefonanlage für die geschäftige Abwicklung uns wichtiger Kontakte. Abwesenheitsansagen oder Weiterleitungen lassen sich individuell und persönlich gestalten, damit jeder weiß, an wen er sich im Zweifel zu wenden hat. Der Kontakt bricht nie ab und die Warteschlange lässt sich entsprechend begrenzen.

Diese Schlange

Lästiges Warten bei Flugdatenabfragen und Servicedienstleistern konnte bisher zur kostenintensiven Geduldsprobe werden, wenn niemand abnahm, sondern die kaum beruhigend wirkenden Fahrstuhlmusiktöne der Warteschleifen zum Indiz für unsere steigende Telefonrechnung wurde. Das soll sich jetzt ändern. Längst vorliegende EU-Richtlinien will man im Telefongesetz demnächst berücksichtigen. Die Bundesregierung verständigte sich darauf, dass Kosten erst dann in Rechnung gestellt werden dürfen, wenn dem anrufenden Kunden auch die gefragte Leistung erbracht werde. Geduld mag zwar eine Zier sein, aber solcherlei Übung in Demut sollten doch bitteschön gratis zum eigentlichen Service gehören. Ansonsten ist das in der Regel reinste Abzocke, das haben inzwischen auch einige Unternehmen von selbst erkannt und informieren Ihre Kunden in den Ansagen über anfallenden Gebühren.

Hand auf die Kosten

Gerade weil wir daheim an Flatrates und vergleichsweise beständige Telefongebühren gewöhnt sind, birgt die Nutzung unseres Telefonknochens im Ausland böse Überraschungen. Per EU-Verordnung erreichte man zumindest Preisgrenzen für teure Roaming-Gebühren. Eingehende Gespräche dürfen demnach lediglich 18 Cent pro Minute kosten, doch ausgehende Gespräche immerhin noch 46 Cent pro Minute. Besonderes Augenmerk muss man immernoch auf die Übertragung von Daten legen, denn die sind keinesfalls eine kostensparende Alternative. Viele Anbieter verdienen hier derzeit besonders kräftig dran und das merken wir möglicherweise erst, wenn wir wieder zu Hause sind. Auch das möchte man nun EU-weit zumindest eindämmen: Ein Schutzmechanismus soll Kunden außerhalb Deutschlands vor den Kosten automatisch warnen, sobald eine gewisse Höhe erreicht wird.

Der Empfang von SMS ist in der Regel auch außerhalb der heimischen Tarifzone umsonst, bzw. Sache des Empfängers, doch gerade bei den im Urlaub so beliebten MMS schlägt manches Land mit zusätzlichen Kosten zu Buche. Teilen Sie Ihre Urlaubsbilder also besser erst dann mit Ihren Liebsten, wenn Sie wieder an einem gemeinsamen Tisch sitzen.

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