Reisen ohne Ballast

Egal, für welches Verkehrsmittel man sich entscheidet: Fährt man nicht mit dem eigenen Wagen, wird man an irgendeiner Stelle immer seinen Koffer schleppen. Von der Bushaltestelle zum Bahnsteig, von Bahnsteig zu Bahnsteig, vom Bahnhof zum Flughafen und von Flugsteig zu Flugsteig. Dann vom Bus ins Hotel, oder wo auch immer man seine Erholung schließlich beginnen will. Letztens hörte ich von einer ganz anderen Idee.

Der Koffer allein auf der Reise

Wer diese ganze Schlepperei vermeiden will, kann auf die Services der Post oder von Paketdiensten zurückgreifen und sich so die Anreise erleichtern. Mit ein wenig guter Planung und dem richtigen Dienstleister kann man den Koffer günstig und schnell verschicken, sodass dieser dann ganz alleine ans Ziel kommt und bestenfalls schon im Hotel ist, wenn man selbst ankommt. Allerdings gilt es, sich vorab über die Versandzeiten zu informieren und den gepackten Vorrat an Kleidung und sonstigen Utensilien rechtzeitig voraus zu schicken. Denn die Lieferzeiten für Paketdienste innerhalb Deutschlands variieren schon zwischen drei und fünf Tagen, nimmt man die Dienste international in Anspruch können manchmal Wochen dazwischen liegen. Hier ist die Überlegung gefragt, ob es sich wirklich lohnt, das Risiko auf sich zu nehmen, denn im schlimmsten Fall kommt der Koffer erst dann an, wenn Sie schon wieder zu Hause sind. Zu Schadensersatz und Haftung gibt es in der Rechtsprechung sogar schon ein Urteil. Der Postzusteller haftet nicht und zahlt bestenfalls aus Kulanz ein kleines Schmerzensgeld.

Nutzen abwägen

Bei besonders schweren Koffern macht es also bestenfalls im Inland Sinn, seinen Koffer per Post zu verschicken. Für die Beförderung von viel und schwergewichtigem Gepäck über die Landesgrenzen hinaus empfiehlt sich die Beauftragung eines Kuriers, der auf solche Aufgaben spezialisiert ist. Auch wenn man dann sicher sein kann, dass man weder selbst sein Gepäck schleppen, noch wochenlang auf seine Koffer warten muss, die Kosten steigen natürlich mit der Qualität des Services. Ist es unvermeidlich sein Gepäck selbst mitzunehmen, sollte man zumindest allen Komfort nutzen, der an Bahnhöfen, Busbahnhöfen und Flughäfen die Gepäckbeförderung erleichtert. Denkt man daran, immer ein bisschen Kleingeld für die Trolleys in der Tasche zu haben, kann man seine Sachen auch per Aufzug durch alle Ebenen befördern und muss sich nur halb so viel abschleppen wie gedacht. Auch Taxifahrer helfen gern beim Einladen des Gepäcks und danken natürlich für ein kleines Trinkgeld. So kann man zum Glück auch bei Reisen, bei denen der Postversand der Gepäckstücke keinen Sinn macht, bequem und komfortabel mit seinem Gepäck von A nach B kommen.

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